Reisebericht mit dem Honda e von Aarau an den Comersee 

Reisebericht mit dem Honda e von Aarau an den Comersee 

CRC: Vor einiger Zeit schauten wir uns am TV eine mehrteilige Sendung an, bei dem zwei wagemutige Typen mit ihren elektrischen Harleys von Argentinien bis hinauf nach LA fuhren. Ihre Herausforderung lag darin, jeden Abend Stromanschlüsse zu finden, um ihre Harleys zu laden.

Dies inspirierte uns ebenfalls zu einem «Abenteuer». Auch wenn unsere Reise – wenn überhaupt – nur im weitesten Sinn als «Abenteuer» bezeichnet werden kann. So entstand die Idee, mit einem Elektroauto, das bei voller Batterie eine Reichweite von ca. 220 km ermöglicht, aus der City auszubrechen und eine längere Reise zu planen.

Es reizte uns, zu sehen, wie gut sich eine Fahrstrecke von 317 km mit dem Honda e meistern lässt. Unser Ziel war es, von Aarau über eine «gemischte Route» mit Landstrasse, Autobahn und Bergpässen an den Comersee zu fahren.

Bei der Fahrt mit einem herkömmlichen Auto mit Benzin- oder Dieselantrieb beträgt die Fahrzeit für die 317 km ohne Pause 4 Stunden und 44 Minuten. Unsere Strecke führte von Aarau via Wädenswil, Bad Ragaz, Landquart, Chur, Thusis, Silvaplana, St. Moritz, Chiavenna bis nach Colico am Comersee.

Mach mal Pause

An einem schönen Junitag starten wir die Reise um 09.00 Uhr bestens gelaunt und voller Neugierde. Bei normaler Geschwindigkeit fuhren wir auf der Autobahn von Oberentfelden via Zürich, Wädenswil bis zur Autobahnraststätte Glarnerland. Nach einer Strecke von 104 km und einer Fahrzeit von 1 h 6 Minuten zeigte der Honda e eine Restreichweite von ca. 30 km an. Dies war ein klares Zeichen, dass wir die Batterie wieder laden mussten. Während der Ladedauer von rund 40 Minuten nutzen wir die Zeit, um einen Kaffee und eine Süssigkeit zu geniessen. Danach ging es mit voller Batterie weiter.

Das nächste Ziel war die Autobahnraststätte Via Mala. Die Strecke von 90 km erreichten wir nach rund einer Stunde. Dort betrug die Restreichweite rund 45 km. Es war also erneut Zeit, die Batterie zu laden, bevor wir die Alpenpässe in Angriff nahmen. An der Schnellladestation bei der Landi Thusis dauerte das Laden rund 30 Minuten.

Der erste Teil der Reise mit reinen Autobahnkilometern schafften wir locker, bequem und die Ruhe im Auto war äusserst angenehm. Um aber problemlos und mit höchstem Fahrvergnügen über den Julier fahren zu können, machten wir in Savognin (Thusis – Savognin = 23 Minuten und 23,3 km) nochmals eine kurze Ladepause. Zudem hatten wir Hunger und stoppten für den Mittagslunch in einem Hotel.

Wie gemacht für eine Passstrasse

Danach überquerten wir mit «schönem» Tempo den Julierpass, wo erneut ein kurzer Kaffeestopp (aber ohne die Batterie zu laden) auf dem Programm stand. Die Passstrasse entpuppte sich als perfekte Strecke für den Honda e. Erstens ist er wie gemacht für die Kurven und zweitens konnten wir seine Kraft voll ausnützen und der Motor meisterte die Bergstrecke ohne Zeichen von Anstrengung. Kurz gesagt: Der Honda e bewegt sich auch auf kurvenreichen Alpenstrassen dank perfekter Bodenhaftung wie auf Schienen.

Unser nächstes Ziel war das Hotel Sonne in St. Moritz. Die Fahrzeit von Savongin bis nach St. Moritz betrug 47 Minuten und die Strecke war 38 km lang. Hier luden wir die Batterie ein letztes Mal, genossen den blauen Himmel und das Alpenpanorama auf der Sonnenterrasse. Auch ein feines Dessert gehört natürlich dazu.

Plötzlich 310 km Reichweite

Bei der Weiterfahrt von St. Moritz entlang via Silvaplaner- und Silsersee und den wunderbaren Malojapass hinunter nach Chiavenna zeigte das Display eine immer grössere Reichweite an. Bekanntlich liegt die bestmögliche Reichweite des Honda e bei rund 220 km. Doch dank der Rekuperation hinunter nach Chiavenna erhöhte sich die Reichweite auf sagenhafte 310 km.

Um ca. 16.15 Uhr erreichten wir unser Hotel in Colico am Comersee. Dort checkten wir ein und gingen danach zum verdienten Apéro. Da das Hotel über keine Ladestationen für E-Autos verfügte, kamen unser Verlängerungskabel und das Ladekabel mit 220-V-Anschluss zum Einsatz. Diese Anschluss- bzw. Lademöglichkeit hatten wir vor Reisebeginn mit dem Hotel abgeklärt.

Nur zweimal Laden auf der Heimreise

Die Rückfahrt ging dann von Colico über den Splügenpass nach Thusis, wo wir die Batterie ein erstes Mal während der Rückfahrt luden. Danach war das Laden nur noch ein weiteres Mal notwendig, nämlich wieder in der Raststätte Glarnerland. Die Rückreise schafften wir also mit bloss zwei Ladestopps.

Fazit

Der Honda e ist nicht nur für die Stadt ein perfektes Auto, sondern auch für längere Strecken. Dies allerdings mit einer Einschränkung: Die Reise dauert länger, als mit einem Benziner, da Ladestopps notwendig sind, um die Batterie wieder zu laden.

Wer diese Reisestopps sauber einplant und bereit ist, die Ladezeit für einen Kaffeehalt oder ein Mittagessen zu nutzen, kommt völlig entschleunigt am Ziel an. Es ist eine absolut neue und andere Art des Reisens. Doch mit dem Honda e ist Fahrspass auf jeden Fall garantiert und das Auto verfügt erst noch über genügend Platz für Reisegepäck.

Natürlich gehört auch ein E-Auto-Ladekabel Typ 2, 22 kW, 32 A, 5 m an Bord. Für Notfälle kommen ein Ladekabel für 220 Volt und eine Kabelrolle mit (z.B. für das Laden in Hotels, die noch keine professionelle Ladestationen bieten).

Als Faustregel gilt: Wenn die Strecke auf der Autobahn mit 100 km angegeben wird, braucht der Honda e 200 km. Bei Alpenpässen kommt der Faktor 4 zur Anwendung. 50 km Bergstrecke benötigen von der Batterie ebenfalls 200 km. Dafür lässt sich auf der Talfahrt herrlich rekuperieren.

Achtung
Spezialpreis gültig bis 31.12.2023.
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Garage Meyer Suhr AG.
Tramstrasse 33-35
5034 Suhr

Tel. 062 855 50 20

www.garagemeyer.ch